Social Games in Google+
Das vor einigen Tagen erschienene Google+, ein Social Network nach dem Vorbild Facebook, erfreut sich zur Zeit eines kleinen Hypes. Obwohl bisher nur für einen begrenzten Kreis von Nutzern zugänglich, überzeugen ein sauberes und aufgeräumtes Interface, durchdachte Gruppierungsfeatures (sog. Circles) und die Möglichkeit, Inhalte auf sehr einfache Weise zu teilen – deutlich öffentlicher jedoch, als das bei Facebook standardmässig der Fall ist. Google ist mit Google+ der bisher stringenteste Schritt in das große Haifischbecken der Social Networks gelungen und auch wenn die Nutzerschaft bisher eher überschaubar ist, so drängt sich doch die Frage nach Applikationen und vor allem Spielen in diesem Netzwerk auf.
Im Bereich Games ist Google bisher so gut wie gar nicht präsent, andererseits haben die Möglichkeiten zum Zeitvertreib in virtuellen Welten wie MonsterWorld oder Farmville Facebook einen ordentlichen “Share-of-Attention” eingebracht, fast ein Drittel der Onlinezeit wird in den USA auf dem Social Network verbracht. Bieten sich Spiele auch als Ergänzung für Google+ an? Ein wesentlicher Punkt zur Förderung wäre hier sicherlich die in irgendeiner Form geartete Portierbarkeit von Facebook Code. Unterschiedliche Versionen zu pflegen erscheint indes nicht zeitgemäß, die Berliner Spieleschmiede Wooga beispielsweise zog sich komplett aus den VZ Netzwerken zurück, obwohl sie dort viele Spieler hatten – aber auch großen Overhead. Darüber hinaus ist die aktuelle Nutzerschaft zur Zeit eher wenig spiele-affin sondern besteht eher aus Early Adoptern und technologisch interessierten Usern, die kaum die angesprochenen Social Games online spielen. Einen Einzug von Spielen sieht man hier sicher wenn überhaupt erst mit zunehmender Verbreiterung. Es erscheint unlogisch, dass Google bei einer bestimmten Größe keine Schnittstellen und Apps für Google+ zulässt, insbesondere da es in anderen Produkten wie GMail und Co (Labs) auch funktioniert, wenn auch versteckt. Abschliessend sind vor allem die Circles eine gute Möglichkeit, seine Spieleaktivität nur mit bestimmten Peers zu “teilen”, auch wenn dies das virale Wachstum von Titeln auf Google+ sicherlich zunächst hemmt.
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