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Paradigmenwechsel: Farmville ohne Facebook

In mehreren Artikeln auf OSN haben wir uns bereits nicht unkritisch über den Social Gaming Hype geäußert, denn die Anbieter sind auf Gedeih und Verderb den Sozialen Netzwerken ausgeliefert. Was den Aufbau der User für den Anbieter durch die bereits bestehende Community erleichert, ist andererseits auch ein Fluch, wie Zynga erfahren durfte.

So verwundert die neuerliche Ankündigung nicht, den Erfolgstitel FarmVille jetzt auch ausserhalb von Facebook unter Farmville.com anzubieten. Dies ist ein großer Schritt für Zynga, die mit Facebook groß geworden sind und dort unglaubliche Nutzerzahlen aufgebaut haben. Nun ist man aber der Meinung es auch ohne die Abhängigkeit von Facebook zu schaffen, stark genug sei die Marke ja. Dies könnte ein deutliches Zeichen auch für andere Entwickler sein: Es ist gemeinhin akzeptiert, dass Offenheit gegenüber walled garden Lösungen zu bevorzugen ist – Google ist das beste Beispiel dafür. Außerdem eröffnet sich Zynga Wachstumsmöglichkeit über das (zugegebenermassen weit verbreitete) Facebook hinaus. Dieses Prinzip wird vom Onlinespiele Anbieter gimigames bereits praktiziert: Neben den Spielen auf Facebook hat man dort vor allem die eigene Destination Site, die Spieler sind in einem Pool zusammengefasst. Erst wirklich nachvollziehbar dürfte dieser Schritt aber sein, da Facebook Nutzer gemeinhin nicht gut zu monetarisieren sind. Farmville auf Facebook bringt Geld – aber nur durch die dort beworbenen Gratisangebote. Wirklich bereit zu zahlen sind trotz enormer Nutzerzahlen wohl die wenigsten. Insbesondere unter diesem Aspekt ist farmville.com wohl ein weiterer Schritt in der Evolution von Social Gaming Anbietern zu Gaming Anbietern.

FarmVille.com

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