Lernsoftware für Kinder
In einem Online-Interview äußerte sich der Medienpädagoge Stefan Aufenanger gegenüber der “Zeit” über das Thema Lernsoftware für Kinder.
Eine vorherige Absprache mit den Lehrern sei eine wichtige Voraussetzung, denn eine „Lernsoftware kann Schule und Unterricht nicht ersetzen. Sie ist aber als Lernhilfe dort unterstützend, wo Kinder Lernschwierigkeiten haben. Mit entsprechenden Programmen können sie Themen bearbeiten, die sie in der Schule nicht verstanden haben, Übungen nachholen und sich auch neues Wissen aneignen.“
Als Vorreiter in diesem Bereich nannte er die „Nintendo DS“. Laut Aufenanger bietet die DS eine sinnvolle „Verbindung von Spielen und Lernen“. Jedoch kann keine Software die herkömmliche Nachhilfe ersetzen. Denn hier „ist es immer wichtig, auf die konkreten Lernprobleme der Kinder einzugehen. Sie kann aber dort unterstützend wirken, wo es um das Verstehen und das Üben geht.“
Auf die Frage an welchen Kriterien man ein gutes Programm erkennt, sagte der Pädagoge: „Gute Lernsoftware sollte didaktisch so aufgebaut sein, dass der Lerninhalt kindgerecht präsentiert wird. Sie sollte nicht stumpfsinnig sein, sondern die Kinder im Denken herausfordern, Fehler nicht nur als solche zurückmelden, sondern auch erklären, was falsch gemacht wurde, und sie sollte viel mit Bildern und Animationen arbeiten, da dadurch Dinge besser verstanden werden als nur mit Texten. Am Besten fragt man auch Bekannte und Freunde, welche Erfahrungen sie mit Programmen gemacht haben.“
Das komplette Interview finden Sie hier.
