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Facebook Redesign & Abhängigkeiten für Game Entwickler

Keine Frage: Social Gaming ist ein Hype Trendthema zur Zeit. Allerorts schiessen Anbieter wie Wooga und Plinga aus dem Boden, um den erfolgreichen Vorbildern Zynga und Playfish nachzueifern. Selbige schaffen das mit der Monetarisierung allen Unkenrufen zum Trotz auch schon ganz gut, die deutschen Pendants werden folgen (müssen). Viele haben Facebook bereits mit dem neuen Google verglichen und tatsächlich ist die verwendete Onlinezeit bei vielen zugunsten der sozialen Netzwerke gerutscht. Viele User haben Facebook als ihre Startseite eingestellt und bilden Kommunikation darüber anstatt über E-Mail ab. Die private Website wird zugunsten der Facebook Bilderalben ersetzt. Logisch für viele Anbieter, und ein guter Schachzug von Facebook, diesem veränderten Nutzungsverhalten Rechnung zu tragen und Anwendungen in den sozialen Netzwerken anzubieten.

Für die Anbieter hat diese Welt aber einen Schönheitsfehler: Facebook’s Willkür. Jeder App bzw. Game-Entwickler weiss aus leidlicher Erfahrung, dass die Dokumentation alles andere als lückenlos und gut ist. Änderungen werden bzw. wurden von Facebook mitunter schlecht oder zu spät kommuniziert, man ist quasi in einem ständigen Entwicklungszyklus um den veränderten Facebook Anforderungen gerecht zu werden bzw. diese umzusetzen. Das stellt eine latente Gefahr da, denn viele Games, die einen Großteil ihrer User über den “Stream” gewonnen haben stehen nach dem Facebook Redesign vom Wochenende vor einem echten Problem. Die (prominente) Anzeige von Nachrichten im Stream unterliegt jetzt einem Relevanzalgorithmus, die User nehmen die Änderungen ebenfalls als “störend” wahr wie sich in vielen Protestgruppen, die es regelmässig bei einem Facebook Redesign gibt, äußert. Das eigentliche Problem ist allerdings noch tiefgehender: Als Social Game Developer lege ich mein Glück in Facebook Hände und bin, anders als mit einer klassischen Destination Site, auf Gedeih und Verderb dem Netzwerk ausgeliefert. Gefällt mein Game Facebook nicht (mehr), fliege ich raus. Konnte ich bisher virale Kanäle nutzen, aber meine Mitbewerber spammten zuviel, könnten diese “plötzlich” wegbrechen.

Die monopolistische Abhängigkeit (im Übrigen auch ähnlich bei “Destination Site -> Google”, aber nicht ganz so willkürlich) von einem Anbieter hat in wenigen Wirschaftszweigen zu langfristig soliden Unternehmen geführt.

facebook


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