Elternbündnis gegen Ego-Shooter
Ein Elternbündnis, gegründet nach dem Winnenden-Amoklauf, macht mobil gegen „Killerspiele“. In einer Aktion in Stuttgart sammelte die Organisation Spiele von hauptsächlich Jugendlichen ein. Aus Angst vor Angriffen engagierten sie zu ihrem Schutz einen privaten Sicherheitsdienst. Der Vorstand des Elternbündnisses, Hardy Schober sagte: “Wir wollen, dass diskutiert wird und ein Zeichen setzen, dass Killerspiele aus den Kinderzimmern verbannt werden.” Er selbst verlor bei dem Amoklauf im März diesen Jahres seine Tochter. “Wenn ich einen Amoklauf in Deutschland mit der Aktion verhindere, ist das Ziel erreicht.” Aus diesem Grund sind auch weitere Sammelaktionen in der Bundesrepublik geplant.
Doch die Gegenseite reagierte prompt: Der „Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler“ warb ebenfalls in der Stuttgarter Innenstadt, unter dem Slogan “Videospiele – Menschen verbinden statt aufhetzen”, für Computerspiele. Als Symbolik verteilten sie Games an Jugendtreffs. Deren Verband stimmt zwar dem Elternbündnis zu, dass nicht alle Spiele für Minderjährige geeignet sind, jedoch sei diese „pauschale Verurteilung“ so nicht hinnehmbar.

