Die Bedeutung des Game-Balancing (I)
Als Fortführung des Juli-Berichts: “Die Krux mit den guten Spielern”: Bei browsergestützten Onlinespielen gewinnt das Schlagwort „Game-Balancing“ zunehmend an Bedeutung. Denn hier steigt der neue Spieler, im Vergleich zu klassischen Spielen nicht in der nächsten Runde, sondern mitten in das laufende Spiel ein. Anders wäre dies gar nicht möglich, da es sich meist um dauerhafte „Runden“ handelt. Betritt dieser Neukunde nun das Spiel ist es für ihn wichtig, sich erst einmal ungestört mit dem Spiel zu befassen. Ansonsten besteht die realistische Gefahr, dass geübte Gamer ihre Punkte durch das „Abschlachten“ von Newcomer stark aufbessern könnten. Die Folge wäre eine schrittweise Aufspaltung in 2 Lager: junge, schwache Spieler und routinierte, punktestarke Spieler. Dadurch würde das komplette Spiel aus dem Gleichgewicht geraten und die Spielewelt würde kippen. Begeisterte Spieler würden aufhören ihre Freunde und Familie für das Spiel zu werben, wodurch das Spiel vom benötigten Gamer-Nachschub abgetrennt wäre und mit der Zeit aussterben würde. Und gerade diese Mundpropaganda nutzen viele Publisher, da hierdurch enorme Marketingkosten eingespart werden können. Eine Maßnahme wäre ein simpler Anfängerschutz, wobei der “Neue” nicht angegriffen werden kann. Doch auch hierbei würde das Problem nur verzögert und nicht völlig aus der Welt geschafft werden. Denn sobald die Schutzphase ausläuft, steht der Spieler allen anderen als leichte Beute zur Verfügung.
