„Klarmachen zum Ändern“ (I)
Mit diesem Wahlmotto trat die am 10. September 2006 gegründete Piratenpartei zur diesjährigen Bundestagswahl an. Ihr Ziel: Der Erhalt und die Stärkung der Bürgerrechte, die nach Meinung der Partei im digitalen Zeitalter zunehmend unter Einschränkungen zu leiden haben. Hauptangriffspunkt ist hier das Internet. Durch Werbung im Ego-Shooter Counter-Strike (wie hier schon berichtet) oder durch Plakatwerbung an Blitzern gingen die Piraten auf Stimmenfang. Das Wahlergebnis: 2 Prozent. Dies spiegelt ungefähr wieder, was renommierte Umfrageinstituten vorausgesagt hatten. Gleichzeitig ist es allerdings eine bittere Enttäuschung für alle diejenigen, die an Onlineumfragen für die Piraten stimmten. So nahmen bei den sozialen Netzwerken „StudiVZ“ und „MeinVZ“ 1,2 Millionen Mitglieder kurz vor den Bundestagswahlen an einer solchen Umfrage teil. 15,9 Prozent stimmten damals für die Piraten und deren Parteiprogramm. Nach eigenen Angaben konnte die Partei ca. 13 Prozent der männlichen Erstwähler für sich gewinnen, wobei sie bei allen anderen Wählergruppen weitaus weniger relevant waren, auch beim beliebten Microbloggingdienst Twitter konnte man streckenweise den Eindruck gewinnen, überproportional viele “Piraten” anzutreffen.
Lesen Sie morgen die Fortsetzung des Spezials über die Piratenpartei auf OSN.
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