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Widerspiegelung der Realität

Computerspiele reflektieren auf verschiedener Weise die Wirklichkeit. Nach Auffassung eines bestimmten Medienwissenschaftlers sind sie sogar in mehrfacher Hinsicht ein Kulturgut der Gesellschaft geworden. “Ein Kulturgut ist für mich besonders bemerkenswert, wenn es in spezifischer Weise das widerspiegelt, was unsere Gesellschaft auszeichnet”, sagte Prof. Jürgen Fritz vom Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln.

grafik onlinespieleAlles was in der realen Welt geschieht- Kampf, Gewalt, Krieg, Folter- wird in der virtuellen Computerwelt widergespiegelt.“ Ängste, zum Beispiel vor Terroristen, finden sich in der Thematik der Spiele wieder.“, meinte Fritz. Auch jegliche andere Arten von Themen, wie Sport, Stadtplanung, Mythologisches, historische Bezüge oder Comics werden virtuell abgebildet.

Eine Begründung des Reizes an Computerspielen ist, dass Spieler beim Spielen Selbstbestätigung erfahren. Gedanken wie: „Ich bin wer, ich kann siegen, reicher werden und Probleme lösen.“, sind wichtige Gründe der Herangehensweise. Diese Theorie kann sehr gut auf Netzwerkspiele wie z.B. World of Warcraft projiziert werden. Hier finden die Spieler sogar von anderen Mitspielern Bestätigung, meinte der Professor. Weiterhin zeigen die Profile in den Computerspielen gesellschaftlich gewünschte Fähigkeiten wie Stressresistenz oder Belastungsfähigkeit und die Spiele im Allgemeinen den aktuellen Stand der Computertechnik.

Unter pädagogischen Gesichtspunkten böten Spiele auch Möglichkeiten der Selbsterfahrung, meinte Fritz. „Computerspiele sind natürlich auch ein Kulturgut für selbstreflexive Prozesse unter dem Gesichtspunkt: Wer bin ich eigentlich, warum habe ich an diesem Spiel Spaß?” und helfen somit in der Gesellschaft akzeptiert zu werden.

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1 Comment

  1. Spiele stellen zwei Sphären dar: Die Realität (wovon sie inspiriert sind und wodurch sich viele Anschlüsse zur Lebenswelt der Spieler herstellen lassen) und das Reale (im Sinne all dessen, was denkbar ist, aber in der Welt so nicht existiert). Diese beiden Spähren darf man keinsfalls verwechseln, Darstellungen des Lebens à la Sims oder des Mafiamileus à la GTA4 sind teilweise verkürzt und durchaus nicht so komplex wie die Realität.