Warum Facebook mit Social Games gutes Geld verdient
Lange Zeit hat man die Monetarisierungsmodelle von “Communitymodellen” wie Facebook und StudiVZ in Frage gestellt. Solche Netzwerkmodelle leben davon, zuerst einmal “User aufzubauen”, die “Monetarisierung kommt später”. Tatsächlich scheint es, ca. 2 Jahre nach der großen “Communitywelle” tatsächlich so als könnten die größeren Netzwerke da durchaus Erfolge vorweisen. Den sinkenden Werbeausgaben der erfolgsverwöhnten Onlinebranche zum Trotz hat beispielsweise die “VZ Gruppe” (StudiVZ, meinVZ, SchülerVZ) verkündet das erste Mal “break even” zu sein: Durch klassische Werbung. Was hat das aber mit Spielen zu tun?
Facebook ist zur Zeit weltweit das größte und am schnellsten wachsende soziale Netzwerk. Durch die Öffnung der Plattform für externe Entwickler hat man hier ein wesentliches Asset geschaffen, welches insbesondere von Spieleentwicklern genutzt wird. Fast alle der beliebtesten Applikationen auf Facebook sind sogenannte “Social Games”. Aber Facebook muss, wie andere Netzwerke auch, Monetarisierungsmodelle finden. Dabei spielen ausgerechnet die Spielepublisher auf Facebook eine große Rolle: Fast alle großen Anbieter, Zynga, Playfish und auch kleinere, investieren deutliche Beträge in “Facebook Ads”, um Ihre Titel zu launchen. Das liegt daran, dass auch bei einem Viralitätsfaktor > 1 und vielen Usern der eigene Kreis meist nicht ausreicht, um einen Selbstläufereffekt der App-Viralität auszulösen. Allgemein geht man davon aus mindestens 20.000 – 30.000 Nutzer einkaufen zu müssen, um – je nach Viralitätsfaktor natürlich – einen Selbstläufereffekt zu schaffen.
So gewinnt Facebook dreifach: Die Spielehersteller bringen (kostenlos) interessante Inhalte auf die Plattform und erhöhen somit die Zeit, die der Nutzer im sozialen Netzwerk verbringt (“Stickyness”). Der wahrgenommene Wert des sozialen Graphen ist somit ebenfalls hoch. Ausserdem erhält Facebook noch signifikante Werbeeinahmen der Spielepublisher. Ob dies langfristig eine Win-Win Situation auch für die Publisher ist, die widerum den Traffic monetarisieren müssen, wird sich zeigen. Aber genau das hat man den sozialen Netzwerken an sich ja auch schon nicht zugetraut…






Klar, das macht Sinn.
MegaZebra ist seit November mit den ersten Spielen auf Facebook und es läuft super. Nicht nur steigen die User-Zahlen, aber die Leute haben auch viel mehr Spass daran, mit Freunden zu spielen, als alleine oder gegen Fremde. Hierbei muss man aber auch sagen, dass wir bisher eigentlich kein Geld für Facebook Ads ausgegeben haben. Das Wachstum war also 100% viral.
Weil das Ganze auch uns Spass macht, haben wir jetzt sogar den ersten Fussball Bundesliga Manager auf Facebook gebracht, mit http://www.kickerbuddies.com.
Also, kick it like Facebook!