Cheatbots – erstes gerichtliches Verbot in Deutschland
Sehr nervig für Spieler und Betreiber sind sogenannte Cheatbots. Sie mischen sich in das Spielgeschehen ein automatisieren die Abläufe, simulieren Spieleraktivität und verschaffen in einigen Fällen Zugang auf Vergünstigungen.
Das Landgericht Hamburg hat nun erstmals mit einer Verfügung dem Anbieter eines Cheatbots verboten, diesen weiter zur Verfügung zu stellen. Dies gleicht einer kleinen Revolution, denn es ist das erst Urteil in Deutschland, welches Manipulationen im Onlinegaming verbietet!
Im behandelten Fall ging es um ein Onlinespiel, welches ein free-to-play-Prinzip hat. Die Teilnahme ist kostenfrei, der Verdienst des Anbieters generiert sich durch den Verkauf von Spiel-Zahlungsmitteln, mit welchen die User zusätzliche Funktionen erwerben können. Der Cheatbot lies diese Funktionen kostenfrei zu und schädigte damit einerseits die Betreiber der Seite und andererseits natürlich die zahlenden User.
Das Gericht wertete das Cheatbotangebot des Weiteren als Verleitung zum Vertragsbruch, dem jeder Nutzer beim eröffnen des Accounts zustimmt. Der Betreiber der Seite legt hier klar fest, dass Hilfsmittel wie Skripte und Bots nicht zugelassen sind. Der Streitwert wurde auf 100.000€ festgesetzt.
Fazit: Das Hamburger Landgricht hat den ersten Schritt gemacht einen der größten virtuellen Wachstumsmärkte zu schützen!
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